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Ein poetischer Zauberer an der Konzertgitarre

 

[…] Moro kann als Ausnahme eingestuft werden. Dieser Solist schafft auf seiner Konzertgitarre Klangzaubereien, elektronisch verstärkt, aber ohne Verfremdungseffekte,  alles Handarbeit. Dabei müssen keine Funken sprühen, keine angeblich fetzigen Riffs ertönen oder artistische Auftritte àla Rumpelstilzchen erfolgen. Moro sitzt hinter einer Vielzahl von Mikrophonen (Mitschnitt für eine neue CD), nutzt insgesamt drei Instrumente und liefert nebenbei noch recht wahnwitzige Informationen. Innovativ und kreativ wie dieser Ausnahmemusiker ist, liegen bei ihm die Rhythmen und Sti­le nicht kerzengerade und wohl geordnet. Klangzauberisch, mit dem Gefühl für gefällige, aber niemals langweilige Melodien, nutzt Moro die den verschiedenen Klangvariationen innewohnenden Potenziale, um hauptsächlich Folk, Blues, Gospel sein Gepräge zu geben.

Ein zauberhafter Poet oder poetischer Zauberer, der fernab von naiver Rührseligkeit immer wieder verblüfft, die Genre-Puristen herausfordert und mit pfiffiger Selbstironie dem allzu "korrekten" Musik- und Kritikertreiben eins überbrät. Doch dieser Künster kann sich leicht flapsige Sprüche über ungestimmte Gitarren, die völlig neue Klangfarben erzeugten und beim Publikum restlose Verwirrung sorgten, leisten. Sein Spiel nimmt gefangen und straft alles Geschwätz Lügen. […] Etliche CDs liegen für den Fan bereit. Moro arbeitet in den letzen  Jahren mit Vorliebe im Studio Arrangeur und Produzent in  Österreich und Deutschland.  Moros Conferencen wirken nicht abgegriffen, sondern so originell wie die musikalische Hauptaufgabe. […]

WAIDHOFEN 

 Folk, Blues, Jazz, Gospel-Stil und Gänsehaut er­zeugende Balladen - diesen Bo­gen vermochte der Grazer Gitar­rist Martin Moro am 30. März in der evangelischen Kirche „Zur frohen Botschaft“ mit einer fast schon aufreizenden Lässigkeit zu spannen.

Anekdoten sorgte für gelungene Auflockerung

Das zahlreiche Publikum wur­de von Beginn weg in den Bann des mit Gitarre, Blechgitarre und Mandoline angereisten Künstlers gezogen. Mit der Nummer „108“ brachte Moro sich und sein Pu­blikum energiegeladen auf Kurs, um mit einer „kitschigen Elvis­-Filmmusik“ -Nummer und der wunderbaren -Gospel-Ballade „Great Dream of Heaven“ erst­mals anzudeuten, wie breit gefä­chert sein musikalisches Reper­toire sein würde. Mit Anekdoten über seinen (musikalischen) Werdegang, den ganz normalen Familien-Wahnsinn als (stolzer) Vater und seine Treffen mit an­deren Künstlern umgarnte Moro stetig sein Publikum. Der Abend hätte gut und gerne als Musikka­barett durchgehen können - Ge­lächter rief beispielsweise Mo­ros Hommage an das Alterwer­den „I'II miss your Party“ (in An­lehnung an Wanda Jacksons Ohrwurm „Let‘s have a Party“) ... hervor.

 Im Vordergrund freilich stand Moros musikalisches Talent: Mit „On his Blindness“ etwa, der Vertonung eines Gedichtes von John Milton, erzielte der Künst­ler mit Gitarre und Gesang um­werfende Wirkung im Oval, wäh­rend bei „Changes“ sein Arbeits­gerät alleine ausreichend war um zu begeistern. Sich mit me­lancholischem Walzer auf eine erdige Mississippi-Bluesnummer einzustimmen, fiel mit Martin Moro wenig schwer. In seinen Texten verarbeitete Moro Sehn­sucht, Freude, Zerbrechlichkeit und Geborgenheit - immer wie­der waren auch seine Beschäfti­gung mit Gott und der Glaube greifbar. Der Virtuose verab­schiedete sich nach gut zwei Stunden mit Augenzwinkern und drei Zugaben vom „freund­lichsten Freitag-Abend-Publi­kum, vor dem er diese Woche spielen durfte“.

(NIEDERÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN)

 

Ein außergewöhnliches Weihnachtskonzert

Lich (-). Am 10. Dezember gab Martin Moro auf Einladung der Christusgemeinde Lich ein gut besuchtes Konzert im Kultur Zentrum Bezalel-Synagoge. Gitarrenmusik vom Feinsten!

 

Das Publikum war nicht nur von den grandios gespielten Weihnachtsliedern, Gospelsongs und selbst komponierten Instrumental­stücken begeistert, sondern auch von Martin Moros humorvollen und zugleich tiefsinnigen Moderatio­nen. Er leitete seine Stücke mit wit­zigen Geschichten ein, die hin und wieder auch zum Nachdenken über den christlichen Glauben ein­lud. »Ab und zu wird Jesus durch's Bild huschen. Schließlich ist Weih­nachten sein Geburtstag, da wäre es unhöflich, ihn nicht einzuladen und ganz außen vor zulassen«, sagte der Gitarrenvirtuose aus Graz.

Bei seinen Zwischenmodertionen setzte Martin Moro die Poin­ten mit perfektem Mimenspiel so gekonnt, wie er seinen Gitarren die unterschiedlichsten Melodien und Töne entlockte. Ein rundum gelungenes Konzert, das gegen 23.00 Uhr nach mehreren Zugaben mit lang anhaltendem Applaus endete.